Obersteirische Rundschau, 9./10. Jänner 2019, Ausgabe Mürztal-Waldheimat

Seite 4 9./10. Jänner 2019 LOKALES www.rundschau-medien.at einrichten – planen – bauen – wohnen mit ihrer tischlerei sattelhacker maßgeschneiderte und exakte planung auch von raffinierten designwünschen gerhard sattelhacker 8605 kapfenberg | hafendorf 8b tel. & fax: 03862 - 34 440 | mobil 0664 - 487 3070 e-mail: office@sattelhacker.at | www.sattelhacker.at www. compact-druck .at BILLETS TEXTILDRUCK POSTER TRANSPARENTE AUTOBEKLEBUNG STEMPEL BROSCHÜREN ZEITUNGEN FOLDER BLÖCKE GESCHÄFTSDRUCKSORTEN PERSONALISIERUNG BÜCHER DURCHSCHREIBEEINHEITEN USW. KLEBER FLYER LOGOS GROßFORMATDRUCK DIGITALDRUCK Tel.: 03862/57018 Einödstraße 13 8600 Bruck/Mur VISITENKARTEN PLAKATE FLUGBLÄTTER Kapfenberg. Der Happy Body Vital Club in Kapfenberg wird stillgelegt. Nach anhaltendem Ärger mit Finanz und anderen Behörden zieht Obmann Gün- ter Peroutka die Reißleine. Die kommende Mitgliederver- sammlung des Kapfenberger Happy Body Vital Clubs am 25. Jänner wird die voraussicht- lich letzte in der Geschichte des Vereins sein. „Der Klub in seiner bisherigen Form wird stillgelegt, aber nicht gänzlich aufgelöst“, sagt Obmann Gün- ter Peroutka. Bleiben werden Ernährungs- und Gesundheits- vorträge sowie die montäglichen Gym- nastikeinheiten in Proleb. Der Mietvertrag des Klubs im „Happy Body Center“ wur- de mit Wirksamkeit zum 31. März 2019 gekündigt, die letzte Turnstunde im Haus auf dem Kapfenber- ger Europaplatz wird nach gut 25 Jahren am 28. Feb- ruar stattfinden. „Einen Monat geben wir uns Zeit fürs Aus- und Aufräumen“, sagt Perout- ka. „Und wir bemühen uns, fürs fleißige Team rasch etwas Neues zu finden.“ Der bevorstehende Abschied ist für den 79-Jährigen nicht frei von Wehmut, und es schwingen auch Enttäuschung und Ärger mit. Denn seit der Etablierung des Klubs – seit 1997 laufen die Aktivitäten auf Vereinsbasis – gab es nahezu laufend grobe Auffassungs- unterschiede mit den Behör- den über eben diesen Vereins- status. Mit einem ersten nega- tiven Höhepunkt im Jahr 2015, in welchem der als gemeinnüt- zig gemeldete Verein wegen „Liebhaberei“ zu einer Steuer- nachzahlung verdonnert und in der Folge aufgelöst wurde. Dem im selben Jahr gegrün- deten Nachfolgeverein war nicht viel mehr Verständnis gegönnt. „Das muss eine Firma sein, es ist ja alles so professi- onell geführt und so gut eingerichtet“, zitiert Peroutka die Schlus s fo l gerung einer sogenann- ten GPLA-Prüfung (durchgeführt von Krankenkasse, Fi- nanzamt und Stadt- gemeinde) im Jahr 2018. Eine Ansicht, die wiederum bei Peroutka auf Un- verständnis stößt. „Gut ge- führt sind viele Vereine, und gut eingerichtet ebenso“, sagt er und fügt an: „Dass ein Fuß- ballverein einen Fußballplatz hat und ein Tennisverein einen Tennisplatz, ist ganz selbstver- ständlich. Aber ein Turn- und Gymnastikverein, der einen Turnsaal hat und Sportgeräte nutzt, wäre plötzlich als Be- trieb verdächtig!“ Dabei müsse Zitiert „Dass ein Fuß- ballverein einen Fußballplatz hat, ist selbstver- ständlich. Aber ein Gymnastikverein mit Turnsaal wäre plötzlich als Be- trieb verdächtig!“ Günter Peroutka Kein Happy End für „happy body“ Günter Peroutka hat den Happy Body Vital Club als Fitness- Institution in der Region etabliert. Ende Februar wird der Betrieb in Kapfenberg eingestellt, acht Arbeitsplätze gehen verloren, Vorträge und Gymnastik- stunden sollen bleiben. Foto: KD man sich beispielsweise bloß die Trainingszentren der Spor- tunion ansehen, oder auch die Einrichtungen des ATG in Graz, sagt Peroutka: „Dort funktioniert‘s ja auch.“ Besonders ärgert den Obmann, dass von Seiten der GKK und der Finanz bis dato keine of- fiziellen Bescheide zur GPLA- Prüfung vorlägen – „das heißt, wir hatten bislang nicht ein- mal eine Einspruchsmöglich- keit und hängen komplett in der Luft.“ Hinzu kam, dass der Verein der Bezirkshauptmann- schaft plötzlich eine Betriebs- anlagengenehmigung sowie Atteste zu Blitzschutz und Feu- erlöschern in den Räumlich- keiten am Europaplatz vorle- gen sollte. „Der Klub ist ja bloß Mieter. Ich weiß nicht, wie man da auf die Idee kommt, so et- was zu verlangen“, sagt Perout- ka mit einem Kopfschütteln.

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