Seite 22 19./20. Februar 2025 WERBUNG www.rundschau-medien.at JAGD & WALD Steiermark. Das Antreten zum theoretischen Teil ist bei der Jägerprüfung bisher nur nach erfolgreichem Schießen möglich, künftig soll es genau umgekehrt sein. Vor wenigen Wochen endete die Begutachtungsfrist für eine Änderung der steirischen Jägerprüfungsverordnung. Kernpunkt ist die Umkehr der Reihenfolge der Prüfungsblöcke, laut Entwurf soll der theoretische Teil künftig zuerst stattfinden, dann erst der praktische, sprich, die Schießprüfungen mit Projektil und mit Schrot. Voll dafür. Es ist ein Ansatz, den der Mürzer Bezirksjägermeister Hannes Fraiß und sein Stellvertreter Martin Spreitzhofer sehr befürworten. „Aktuell ist es nämlich so, dass man zur theoretischen Prüfung gar nicht mehr antreten darf, wenn das Schießen nicht ausreichend gut gelingt“, sagt Fraiß. „Das heißt, du kannst noch so gut vorbereitet sein und über erstklassiges Wissen verfügen; wenn beim Schießen im doppelten Wortsinn etwas danebengeht, weil du entweder so nervös bist oder ganz einfach einen schlechten Tag hast, und den hat jeder einmal, dann war all die Mühe in der Vorbereitung auf die Theorie umsonst“, erklärt Spreitzhofer. Er ist Obmann der Zweigstelle Mürzzuschlag des Jagdschutzvereins und damit auch Kursanbieter. „Wir gehen in der Ausbildung weit über das vorgeschriebene Maß hinaus, ich weiß, mit welch großem Wissen die Anwärterinnen und Anwärter sich den Prüfungen stellen. Sie investieren sehr viel Zeit und sind hochmotiviert“, so Spreitzhofer, „und deshalb sollten sie eine bessere Chance Vortrag über Wildkrankheiten Kindberg. Rund 100 interessierte Jägerinnen und Jäger konnten zu einem Vortrag beim Turmwirt in Kindberg-Mürzhofen begrüßt werden, bei dem Erich Schaflinger auf Einladung des Jagdschutzvereins Kindberg über das Thema „Wildkrankheiten und ihre Gefahr für den Menschen“ referierte. Unter anderem betonte der ärztliche Direktor des LKHs Hochsteiermark dabei die Bedeutung von Hygienemaßnahmen, sachgemäßer Jagdausführung und der Fähigkeit, Krankheiten richtig zu erkennen und entsprechend zu reagieren, speziell, wenn es sich um sogenannte Zoonosen handelt, das sind Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind. Eine wichtige Botschaft an alle, die draußen unterwegs sind: Tot aufgefundene Vögel oder Wildschweine müssen unbedingt gemeldet werden – von Spaziergängern oder Wanderern nicht zwingend behördlich, aber es sollte zumindest ein Jäger umgehend informiert werden, der dann die notwendigen Schritte unternimmt. Im Anschluss an Schaflingers Vortrag informierte der stellvertretende Bezirksjägermeister Martin Spreitzhofer noch über Neuerungen im Schießwesen und die Jagdgesetznovelle. Erich Schaflinger. Foto: KD Krieglach. Am Freitag, dem 28. März, findet mit Beginn um 18.30 Uhr im VAZ Krieglach die Informationsveranstaltung „Wie viele Rehe braucht es, um glücklich zu sein?“ statt. Abgehalten wird sie vom Bezirksjagdamt Mürzzuschlag in Kooperation mit den Jagdschutzvereinen Kindberg und Mürzzuschlag sowie mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl. Alexandra Freudenschuß vom Bundesforschungszentrum für Wald präsentiert steirische Ergebnisse aus dem österreichischen Wildeinflussmonitoring, Waldbesitzer Michael Kuhrn spricht zum Thema „Rehwild und naturnahe, klimafitte Waldwirtschaft“. Den „Spagat zwischen Tradition und modernem Forstbetrieb“ in der Ein Abend im Zeichen des Rehs Rehwildbewirtschaftung beschreibt Helmut Fladenhofer, Revierleiter des Stainzer Forstbetriebes Franz Meran, Wildökologe Robin Sandfort beleuchtet unter dem Motto „Was braucht das Reh, um glücklich zu sein?“ neueste Erkenntnisse aus der Rehwildforschung. Im Anschluss an die Referate stellen sich die Vortragenden einer Diskussionsrunde unter der Leitung Martin Krondorfers (FAST Pichl). Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und kann auch als Wahlmodul der Waldpädagogik-Ausbildung belegt werden, als Seminarbeitrag gilt eine freiwillige Spende. Voranmeldungen sind erbeten, am besten via Internetseite der Forstlichen Aussbildungsstätte www.fastpichl.at. „Erst das Wissen, dann der Schuss, das wär’ gescheit“ Trophäenschauen in unserer Region Traboch: Freitag, 21. Februar, von 8 bis 17.30 Uhr und Samstag, 22. Februar, von 8 bis 12 Uhr, Rinderzuchthalle. Strallegg: Freitag, 21. Februar, von 13 bis 20 Uhr, Samstag, 22. Februar, von 9 bis 20 Uhr und Sonntag, 23. Februar, ab 9 Uhr, GH Mosbacher. Bruck: Freitag, 7. März, von 8 bis 18 Uhr und Samstag, 8. März, von 7.30 bis 11 Uhr, Forstschule. Krieglach: Freitag, 7. März, von 9 bis 18 Uhr und Samstag, 8. März, von 9 bis 14 Uhr, Veranstaltungszentrum. Mariazell: Freitag, 14. März, von 8 bis 18 Uhr und Samstag, 15. März, von 8 bis 10.30 Uhr, Volksheim Gußwerk. Frohnleiten: Samstag, 15. März, von 8 bis 17 Uhr, Volkshaus. Bezirksjägertag Mürztal. Der Bezirksjägertag für den Jagdbezirk Mürzzuschlag findet heuer am Samstag, dem 8. März, ab 14 Uhr im VAZ Krieglach statt. Als Ehrengast wird der stellvertretende Landesjägermeister Burkhard Thierrichter erwartet. Im Vorfeld ist traditionell die verpflichtende Trophäenschau angesetzt, sie ist am Freitag, dem 7. März, von 9 bis 18 Uhr und am Samstag, dem 8. März, ab 9 Uhr bis zum Beginn des Bezirksjägertages zu sehen und öffentlich für alle zugänglich. Gut in Schuss Mürztal. „Die Übung mit der Waffe ist uns ein großes Anliegen“, sagen der Mürzer Bezirksjägermeister Hannes Fraiß und sein Vize Martin Spreitzhofer. Deshalb wird an einem neuen Modell gearbeitet, laufendes Training am Schießstand zu forcieren und zu dokumentieren. Zwar werde die Waffen- und Zieleinrichtungstechnik immer ausgefeilter, Übung und Handwerk ließen sich dadurch aber nicht ersetzen, sagt Hannes Fraiß. „Im Sinne des Tierwohls wollen wir einen guten, effizienten Schuss anbringen, der muss möglichst perfekt sein. Und dafür ist regelmäßiges Training unverzichtbar“, so der Bezirksjägermeister. Hannes Fraiß (li.) und Martin Spreitzhofer. Foto: KD
RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0ODA=