Obersteirische Rundschau, 2./3. April 2025, Ausgabe Mürztal/Waldheimat

Seite 18 2./3. April 2025 www.rundschau-medien.at GESUNDHEIT Bruck, Leoben. Der 47-jährige Otmar Schindler wurde als neuer Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie am LKH Hochsteiermark vorgestellt. Die Abteilung ist aktuell am Standort Leoben angesiedelt, die Präsentation des neuen Chefs fand allerdings in Bruck statt, denn dorthin wird die Lungenheilkunde 2026 umziehen. „Als Herz-Lungen-Zentrum wird Bruck einzigartig sein. Es ist auch ein Signal für die Wertigkeit des Standorts innerhalb unseres Verbundes“, sagte der Brucker Spital wird zum Herz-Lungen-Zentrum ärztliche Direktor des LKH Hochsteiermark Erich Schaflinger. Schindler sprach von einer Rückkehr in die Hochsteiermark, denn seine Facharztausbildung hat er in der Pneumologie am ehemaligen Standort Eisenerz absolviert. „Jetzt freue ich mich, eine große Veränderung mitgestalten zu dürfen“, sagte er mit Blick auf die bevorstehende Neugliederung in Bruck. Landesrat Karlheinz Kornhäusl verwies auf die Investitionen ins LKH Hochsteiermark und sagte: „Es sind rund 100 Millionen Euro in den kommenden Jahren, davon 60 Millionen hier am Standort Bruck.“ Am Festakt zur Vorstellung des neuen Primars nahmen unter anderen der Kages-Vorstandsvorsitzende Gerhard Stark, der Betriebsdirektor des LKH Hochsteiermark Manfred Kocever, die stellvertretende Pflegedirektorin Eva Maria Schmidt-Kloiber, Landtagsklubobmann Marco Triller, LAbg. Cornelia Izzo sowie die VizebürgermeisterInnen Birgit Sandler aus Leoben und Erwin Fuchs aus Kapfenberg teil. Otmar Schindler ist neuer Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie, die nächstes Jahr von Leoben nach Bruck übersiedelt. Foto: Paller Obersteiermark. Smarte Uhr statt roter Knopf – die Rufhilfe des Roten Kreuzes wurde unauffälliger und zugleich mobil. Seit mittlerweile 30 Jahren bietet das Rote Kreuz in der Steiermark seine Rufhilfe an. „Wir sind nicht der einzige Anbieter von Notrufsystemen. Letztendlich haben wir aber mit allen zu tun, denn im Ernstfall sind wir es, die ausrücken“, sagt der Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes Bruck Helmut Maier. „Aufgrund der Altersstruktur ist die Rufhilfe immer stärker ein Thema.“ Mobil und „getarnt“. Seit September des vergangenen Jahres bietet das Rote Kreuz die Rufhilfe auch über eine Armbanduhr an. „Aufs schnelle Hinsehen ist das einfach eine Smartwatch“, sagt Maier, „für viele, die wollen, dass das Tragen einer Rufhilfe optisch unerkannt bleibt, ist das ein wesentlicher Punkt.“ Technisch bringt die Uhr den Vorteil, dass sie im Fall des Falles mittels GPS-Daten auch den genauen Ort des Notrufs übermittelt. Das klassische System mit Armband und Empfangsbox ist ortsgebunden, funktioniert also nur zuhause. Wie beurteilt Maier die Notruffunktion von Mobiltelefonen, bei Seniorenhandys oft auch mit eigener Taste? „Natürlich ist auch das sinnvoll“, sagt er, „beim Handy ist es halt die Frage, ob ich es gerade wirklich griffbereit habe oder in einer Tasche, im Rucksack oder in der Jacke, die im Vorhaus hängt. Bei allem, was ich direkt am Körper trage, eben ein Armband oder eine Uhr, stellt sich diese Frage nicht.“ So funktioniert’s. „Manche haben Bedenken, dass sie Weißgottwas in Gang setzen, wenn sie den Notruf einmal unbeabsichtigt aktivieren, etwa im Schlaf draufdrücken“, sagt Maier und fügt sogleich an: „Die Sorge ist aber unbegründet. Als erstes nimmt die Telefonzentrale Kontakt auf, man hört die Stimme des Mitarbeiters direkt aus der Uhr und spricht auch selbst in die Uhr. Teilt man dann mit, dass es ein Versehen war, heißt es bloß „einen schönen Tag noch“ oder „gute Nacht“, je nachdem, und die Sache hat sich, kein Problem.“ Ausgerückt wird, wenn man der Zentrale tatsächlich sagt, dass man Hilfe braucht, und natürlich auch dann, wenn die Kontaktaufnahme unbeantwortet bleibt. Mit ins RufhilfePaket gehört idealerweise ein Schlüsselsafe, damit die Helfer Hilfe aus dem Handgelenk auch ins Haus oder in die Wohnung können. Extra-Kontaktperson. Separate Kosten für einen Einsatz fallen nicht an, sie sind durch die monatliche Gebühr fürs Notrufsystem mit abgedeckt. Auf Wunsch kann auch jemand aus dem Angehörigenkreis als zusätzliche Kontaktperson im Notfall registriert werden. Diese würde dann in Fällen, in denen auch sie helfen könnte, von der Zentrale verständigt. Ein Beispiel dafür wäre: Man ist hingefallen und kann nicht selbstständig wieder aufstehen, ist aber unverletzt. Ist die Kontaktperson nicht ereichbar, schaut natürlich trotzdem die Rettung vorbei. „In dem Fall dann selbstverständlich nicht mit Blaulicht und Folgetonhorn“, so Maier. Helmut Maier mit dem neuen Notruf-Gerät. Im Alltag ist es schlicht eine digitale Armbanduhr (re.). Fotos: KD, RK Zitiert „Beim Handy ist es halt die Frage, ob ich es gerade wirklich griffbereit habe.“ Helmut Maier

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